Farbkreis e.V.
Für Pädagogik Kunst und Therapie
 


Warum „Kinder“ jeden Alters gerne zum Farbkreis kommen.

 

In unserer  durch  Asphalt  und Massenmedien zubetonieren Welt gibt es für  Kinder  und  solche, die es werden wollen, keinen  ”natürlichen Spielraum” mehr. Bei unseren  Zeltlagern  und  Abenteuerfahrten sind  Gameboys,  Walkman,  Medien aller Art ausgeschlossen. Am knisternden und funkendsprühenden Lagerfeuer sind Stimmen zu hören, die sonst, unterdrückt durch perfekte Musikkonserven, zum Schweigen verurteilt sind. Sie geben unbekannten Melodien und Texten Klang und Farbe, deren Schönheit sonst nicht einmal zum Keimen, geschweige denn zum Blühen kommt. Die Berg- und Fahrradtouren, Wald- und Höhlenexpeditionen nehmen Zeit und Kraft so in Anspruch, dass keiner etwas vermisst.
Erlebnisse, die auch leiblich erfahren und gelebt werden, ganz im Gegensatz zu dem Leben aus zweiter und dritter Hand einer sensationsgierigen Welt, in der wir uns couchliegend oder sesselsitzend beständig in einer Spannung befinden, als würden wir die ungeheuerlichsten Abenteuer bestehen. Was hat diese Art von Abenteuer mit unserem eigenen Leben zu tun? Kein Wunder, dass es in ”Hypermotorik, Konzentrationsschwäche, Legasthenie”...usw. ausartet, wenn es auf anderem Wege nicht zum Durchbruch kommt. Kein Wunder, dass diese ”Störungen” abnehmen, verschwinden, wenn wir alle Kraft und Konzentration brauchen, um über einen schmalen Grat zu balanzieren, in einer engen Felsspalte festsitzen, mit letzter Anstrengung unser Nachtquartier erreichen, dem Holzklotz die Form abringen und mit ganzer Anspannung arbeiten, damit das scharfe Eisen den Span schneidet und nicht in den Finger fährt. In den Werkstätten riecht es nach Holz, Leim, Farben, verlocken die Hobel, Sägen, Stecheisen, Bohrer, Nägel, Schrauben, Beschläge zum Bauen und in die Hand nehmen - endlich mal die Hand und nicht immer nur der Kopf!
Jeder Ritter baut seine Burg, jeder Seefahrer  seinen Hochseedampfer, die Flusskapitäne ihre Schleppkähne, die Segler und Fischer ihre Boote, die Baseball u. Tischtennisspieler ihre Schläger, die Köchinnen ihren Herd, die Puppenmütter ihre Kinderwägen und Kleiderschränke, die Vogelfreude ihre Futterhäuschen und Nistkästen.
Wie groß muss das Loch für die Stare sein?
Aus Ton die Kugelbahn, das Namensschild für meine Zimmertüre, eine Tasse mit Henkel für Mutters Geburtstag. Den Klumpen zuerst mit voller Kraft auf die Buchenplatte geschlagen, weich und geschmeidig folgt er jedem Fingerdruck, manchmal zu leicht: aus der Tasse wird eine Schale. Und außerdem: Matschen macht Spaß! Her mit dem Wasser!
Zur Entspannung für die strapazierten Handgelenke ein weicher Pinsel mit leuchtenden Farben über große Flächen zu Farbklängen und Landschaften.
Was, die Zeit ist schon um? Zwei Stunden, vergangen wie im Flug... Werd ich noch fertig? Kann ich es heute mit nach  Hause nehmen? Ist meins schon gebrannt? Eltern können auch  zusammen mit ihren Kindern werken und vormittags oder abends können Erwachsene ungestört Ausflüge in die eigene Kindheit unternehmen (nach Vereinbarung).

Wer das gerne einmal oder wieder in der Praxis erleben möchte kann sich mit uns auf die Suche nach geeigneten Räumen machen. Nach Kündigung der alten haben wir erst mal alles eingepackt., aber nach unseren zahlreichen Umzügen (83/84 Glockengasse 5, 85-90 Goldene Bärenstraße 8, 92-98 Schattenhofergasse 3, 99-2004 Altes Eisstadion,2005 - 2012 Kleinfeld9 (Alte Schokofabrik) Burgweinting) sind wir darin geübt. Wenn Sie was Geeignetes haben, packen wir gerne wieder aus.